Die Tricks der Versicherer

Im Haftpflichtschadenfall wird alles versucht, um Kosten -fast immer zum Nachteil des Geschädigten- einzusparen.

Das oftmals von den Versicherern angebotene sog. rundum Sorglospaket ist für den Geschädigten verlockend.

 

- kostenlose Abholung Ihres beschädigten Fahrzeugs.

- Reparaturdurchführung nach Herstellervorgaben Ihres beschädigten Fahrzeugs.

- Ihr Fahrzeug wird Ihnen nach erfolgter Reparatur im gereinigten Zustand zugestellt.

- während der Reparaturdauer erhalten Sie von uns ein Ersatzfahrzeug.

- Sie erhalten eine mehrjährige Garantie auf die durchgeführte Reparatur.

 

Und was bringt dem Unfallopfer dieses sorglos Rundumpaket?

 

Dem Unfallopfer bringt es nichts, der gegnerischen Versicherung hingegen viel.

Abgesehen davon, dass es sich bei dem angebotenen Sorglospaket ohnehin um

schadenersatzpflichtige Positionen handelt, soll hierdurch der Sachverständige

und versierte Verkehrsrechtsanwalt ausgeschalten werden, d.h.:

 

Eine technische Beweissicherung wir oft nicht erstellt, der erforderliche und

herstellerseitig vorgegebene Reparaturweg wird möglicherweise nicht

eingehalten, die Qualität der Reparatur wird nicht durch einen

Sachverständigen Ihres Vertrauens überwacht und bewertet.

 

Wiederbeschaffungswert, Restwert, Wertminderung, Nutzungsausfall

uvm. wird von der Versicherung und somit vom Schädiger festgelegt

und nicht selten unter den Tisch gekehrt.

 

Ob Ihr Fahrzeug noch reparaturwürdig ist, entscheidet die Versicherung.

Kommt es während oder nach der Reparatur oder gar nach Veräußerung des

Fahrzeugs zu Unstimmigkeiten, so fehlt meist jegliche Beweisgrundlage und

unterstützende Hilfe.

 

Die versprochene mehrjährige Garantie auf die durchgeführte Reparatur in

irgendeiner Reparaturwerkstatt hat nicht selten den Verlust des

herstellerseitigen Garantieanspruchs oder von Kulanzansprüche zur Folge.

 

Die Hinweise und Verweise einiger Versicherer im Haftpflichtschadenfall

 

Bei einem Schaden unter 1.500,-€ oder gar 2.000,-€ benötigen wir kein

Gutachten und werden die Sachverständigenkosten nicht erstatten.

 

1. Was benötigt wird, bestimmt der Geschädigte und nicht die Versicherung.

Ohne Gutachten würden dem Geschädigten eine Menge erstattungsfähiger

Positionen verloren gehen.

 

2. Ab der Bagatellschadengrenze (ca. 750.-€) hat die Versicherung die

Sachverständigenkosten zu erstatten. Auch unterhalb der Bagatellschadengrenze

kann ein Gutachten erforderlich werden und ist von der Versicherung zu erstatten.

 

Wir benötigen kein Gutachten, reichen Sie uns einen Kostenvoranschlag ein.

 

1. Wie bereits oben erwähnt, was benötig wird, bestimmt der Geschädigte.

Ein Kostenvoranschlag ist für die Haftpflichtversicherung oft der günstigste Weg

zur Schadensregulierung.

Für den Geschädigten ist die Regulierung über einen Kostenvoranschlag nicht

selten der teuerste Weg.

 

2. Abgesehen davon, dass ein Kostenvoranschlag eine Menge erstattungsfähiger

Positionen eliminiert, hat der Geschädigte bei auftretenden Komplikationen kein

beweissicherndes Gutachten zur Hand. Die Regulierung könnte aufgrund

fehlender Beweise abgelehnt werden.